Betriebswirtschaftliche Analyse von Insolvenzen bei by Horst Keiser

By Horst Keiser

Eine Verwertung der Erkenntnisse aus Insolvenzverfahren fur die Betriebswirt schaftslehre wurde bereits vor 1920 von Heinrich Nicklisch angestrebt, der dafiir in die Firmenkundlichen Sammlungen des Betriebswissenschaftlichen Institutes der Handelshochschule Mannheim auch Liquidations- und Konkursakten aufnahm. Die Probleme bei der Auswertung primar juristischer Unterlagen und die Schwierigkeiten bei der noch erforderlichen weiterenMaterialbeschaffung haben aber bedingt, daB es bis jetzt noch keine uberregionalen betriebswirtschaftlichen Insolvenzanalysen gibt. Auf Anregung von Prof. Dr. Dr. h. c. Rudolf Seyffert wurde die vorliegende Untersuchung durchgefuhrt und als Dissertation der Wirtschafts- und Sozialwissen schaftlichen Fakultat der Universitat zu Koln vorgelegt. Koln, den 15. November 1965 Horst Keiser INHALTSVERZEICHNIS Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . v A. EINFUHRENDER inform I. Die Zielsetzung der Untersuchung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 II. Die Abgrenzung der Untersuchung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 III. Die Methoden und die Quellen der Untersuchung . . . . . . . . . . . . . . . . . . five B. STATISTISCHER inform Die Auswertung der amtlichen Insolvenzstatistik I. Die allgemeine Insolvenzentwicklung in der Bundesrepublik Deutschland seit 1949 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 1. Die quantitative Insolvenzentwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 a) Der Zusanunenhang zwischen Insolvenzen und Konjunktur . . . . . 12 b) Die Insolvenzentwicklung in den Bundeslandem. . . . . . . . . . . . . . . 14 c) Die Insolvenzentwicklung in den Wirtschaftsgruppen . . . . . . . . . . 14 d) Die Rechtsformen insolventer Betriebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19 e) Die Griindungsperiode insolventer Betriebe. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21 2. Die qualitative Insolvenzentwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 a) Das verhaltnis der Insolvenzarten Konkurs und Vergleich . . . . . . . 22 b) Die Entwicklung der Insolvenzquoten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 c) Die Entwicklung der Insolvenzverluste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25 II. Die spezielle Insolvenzentwicklung im Einzelhandel seit 1949 . . . . . . . . . . 29 1. Die Insolvenzentwicklung in ausgewahlten Bedarfsgruppen . . . . . . . . 29 2. Die Insolvenzhaufigkeit in ausgewahlten Bedarfsgruppen . . . . . . . . . . 29 three. Das Verhaltnis der Insolvenzarten in ausgewahlten Bedarfsgruppen . .

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Andere verkaufsfemere Bereiche, wie z. B. die Buchhaltung, werden dagegen stark vernachlassigt 62 • Dieser Verzicht auf eine vollstandige Funktionserflillung flihrt dann rein rechnerisch zu einer Erhohung der Personenabsatzleistung. Die einzigen Branchen, in denen die Betriebe mit schlechter Leistung dominierten, waren "Nahrungs- und GenuBmittel" sowie "Wohnung und Hausrat" . Bei den Lebensmittelgeschaften durfte das darin begriindet sein, daB hier, wie bereits friilIer dargesteHt, tatsachlich nur Grenzbetriebe insolvent werden.

Wie im Jahre 1949 hatten, dallll mliBte sich fUr 1963 rechnerisch eine theoretische Insolvenzzahl VOIl ca. 3840 gegenUber nur 2120 angemeldeten Verfahren ergeben. Hieraus wird deutlich, zu welchen FehlschlUssen man kommt, wenn der qualitativen Insolvenzbeobachtung nicht genligend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Das Problem der Insolvenzen ist keineswegs so bedeutungslos geworden, wie die abnehmenden Insolvenzzahlen vortauschen. 17 Zahlungsschwierigkeiten imJahr 1963, in: Wirtschaft und Statistik, 1964, Heft 3, S.

Diese Branche ist offensichtlich dadurch charakterisiert, daB kein wesentliches Entgegenkommen der Vorlieferanten erwartet werden kann, wodurch auch weniger aussichtslose FaIle eher in eine gerichtliche Insolvenz verstrickt werden. Die beiden aufgezeigten extremen Bedarfsgruppen verdeutlichen, zwischen welchen Grenzen sich die Insolvenzen in den einzelnen Branchen bewegen. Der Zusammenhang zwischen geringer Insolvenzhaufigkeit mit hohem Konkursanteil einerseits (Nahrungsmittel) und hoher Insolvenzhaufigkeit mit niedrigem Konkursanteil andererseits (Bekleidung) zeigt auch, wie vorsichtig bei der Interpretation nur einzelner statistischer Ergebnisse vorgegangen werden muB.

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